3. SSW (3. Schwangerschaftswoche)

Nachdem gegen Ende der vorherigen Schwangerschaftswoche der Eisprung ausgelöst wurde, kommt es in der 3. SSW zur Befruchtung. Nach der gängigen Berechnung ist die Woche der Befruchtung auch die 3. Schwangerschaftswoche.

Es gibt in der Medizin zwei Methoden, die Schwangerschaftswoche zu berechnen. Eine bezieht sich auf den ersten Tag der letzte Periode, die andere auf den Tag der Empfängnis. Wir verwenden in unserem Schwangerschaftskalender die gängigere Berechnung der Schwangerschaft ab dem ersten Tag der letzten Periode (erster Zyklustag). Damit haben wir 40 Schwangerschaftswochen bis zur Geburt. In der 3. Schwangerschaftswoche wird die Eizelle auf ihrem Weg durch den Eierstock befruchtet.

Nach dem Eisprung etwa in der Mitte des Zyklus wandert die Eizelle aus dem Eierstock durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Nur in den ersten 24 Stunden nach dem Eisprung ist die Eizelle befruchtungsfähig. Je nach Zykluslänge findet die Befruchtung am Ende der 2. Schwangerschaftswoche oder am Anfang der 3. Schwangerschaftswoche statt.

Kommt es in einem Zeitfenster von etwa vier Tagen vor bis kurz nach dem Eisprung zu Geschlechtsverkehr, besteht die Möglichkeit einer Befruchtung. Spermien überleben im Körper der Frau zwischen zwei und fünf Tagen und die Eizelle ist nach dem Eisprung etwa 24 Stunden befruchtungsfähig. An den fruchtbaren Tagen wird alle zwei Tage Sex empfohlen. Übrigens, wenn die Frau beim Sex zum Orgasmus kommt, unterstützen die Kontraktionen der Gebärmutter die Spermien auf ihrem Weg zur Eizelle.

3.SSW verliebtes Paar

So läuft die Befruchtung in der 3. SSW ab

Die Befruchtung (Konzeption) findet in der 3. SSW statt, wenn die Eizelle mit einer Samenzelle (Spermium) verschmilzt. Auf natürlichem Wege geschieht das nach dem Sex. Beim Orgasmus wird aus dem Penis des Mannes Ejakulat ausgestoßen. Ejakulat besteht aus einer Samenflüssigkeit, in der sich zwischen 40 und 250 Millionen Spermien befinden. Die Spermien sind so winzig, dass sie mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen sind. Sie sind nur 60 Mikrometer lang und bestehen aus dem Spermienkopf, Mittelstück und einem Schwanz. Der Schwanz und das Mittelstück dienen der Fortbewegung des Spermiums. Im Spermienkopf ist das Erbgut enthalten. Auf dem langen Weg zur Eizelle geht der allergrößte Anteil der Spermien zugrunde, sodass nur noch einige hundert Spermien die Eizelle überhaupt erreichen. Spermien können im weiblichen Körper etwa zwei bis fünf Tage überleben. Es ist also durchaus möglich, dass eine Befruchtung in der 3. Schwangerschaftswoche stattfindet, wenn der Sex bereits einige Tage vor dem Eisprung stattgefunden hat.

Im Körper der Frau ist während der fruchtbaren Tage alles erstaunlich gut auf die Befruchtung eingestellt. Normalerweise verschließt ein Schleimpfropf den Gebärmutterhals. Dieser ist nun durchlässig. Gebärmutter- und Gebärmutterhalsmilieu sorgen dafür, dass die Spermien möglichst lange leben und beweglich bleiben. Das Sekret im Gebärmutterhals aktiviert zudem Eiweißsubstanzen im Kopf des Spermiums. Diese Eiweißsubstanzen ermöglichen ihm erst, in die Eizelle einzudringen.

Schafft es ein Spermium, die Hülle der Eizelle zu durchdringen, verschmelzen das Erbgut von Spermium und Eizelle miteinander und die erste Zelle des neuen Menschen entsteht. Die weitere Zellteilung verläuft relativ schnell: Mit jeder Teilung verdoppelt sich die Anzahl der Zellen alle paar Stunden. Alle wichtigen Erbinformationen sind in diesen Zellen schon angelegt und daher stehen Haarfarbe, Blutgruppe, Aussehen, etc. des Babys bereits jetzt fest. Gleichzeitig verändert sich die Zusammensetzung der Eizellenhülle, sodass sie kein weiteres Spermium mehr durchdringen kann.

3. SSW – Werden es Zwillinge?

3.SSW Zwillinge

Wenn zur gleichen Zeit zwei oder mehr Eizellen aus dem Eierstock in den Eileiter springen, können mehrere Eizellen während eines Zyklus befruchtet werden. Mehrlingsgeburten sind selten. Aktuell ist eine von 85 Geburten in Deutschland eine Zwillingsgeburt. Sie kommen aber immer häufiger vor. Das liegt zum einen am durchschnittlich höheren Alter von Müttern: Ab etwa 35 Jahre nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft zu. Zwar nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit zunehmendem Alter grundsätzlich ab, gleichzeitig kommt es aber häufiger zu mehreren Eisprüngen innerhalb eines Zyklus. Zweieiige Zwillinge verfügen nicht über identische Erbanlagen. Ihre genetische Beziehung ist wie die von unabhängig voneinander geborenen Geschwistern – ähnlich, aber nicht gleich.

Zurückgeführt wird dieser Vorgang auf einen Anstieg des Follikelstimulierenden Hormons (FSH). Es sorgt in der ersten Zyklushälfte dafür, dass ein Eibläschen (Follikel) im Eierstock heranreift. Der FSH-Spiegel steigt mit zunehmendem Alter der Frau, was zum Heranreifen und Springen mehrerer Follikel führen kann.

Immer mehr Paare verwirklichen ihren Kinderwunsch zudem mit Unterstützung der künstlichen Befruchtung. Durch Hormontherapie, aber auch durch das Einsetzen mehrerer befruchteter Eizellen (Zygoten) steigt die Wahrscheinlichkeit auf Mehrlinge.

Die Zahl von eineiigen Zwillingen ist dagegen konstant geblieben. Eineiige Zwillinge sind noch seltener: Nur etwa ein Viertel aller Zwillinge sind eineiig. Wie ihr Name schon sagt, entstehen eineiige Zwillinge aus einer einzigen befruchteten Eizelle. Diese befruchtete Eizelle teilt sich schon in einem frühen Stadium der Schwangerschaft. Eineiige Zwillinge verfügen über fast identische Erbanlagen. Sie sehen auch nahezu gleich aus.

3. SSW – Die Eizelle ist auf dem Weg in die Gebärmutter

Während sich die befruchtete Eizelle teilt, wandert sie weiter durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Für ihren Weg in die Gebärmutter benötigt sie in der 3. SSW etwa drei Tage. Feine Muskeln und Flimmerhärchen im Eileiter sorgen für die Fortbewegung der befruchteten Eizelle. Anfangs teilt sie sich noch alle 15 Stunden, im Laufe der Zeit werden die Abstände aber kürzer, die Teilung erfolgt schneller.

Teilt sich die befruchtete Eizelle auf dem Weg in die Gebärmutter in zwei einzelne Eizellen auf, entstehen eineiige Zwillinge. Sie nisten sich dann getrennt voneinander in der Gebärmutter ein. Teilt sich die befruchtete Eizelle zu einem späteren Zeitpunkt nach der Einnistung in die Gebärmutter, teilen sich die eineiigen Zwillinge die Plazenta und eventuell auch die Fruchtblase.

Auf Nikotin und Alkohol besser schon vor der 3. SSW verzichten

Nikotin und Alkohol wirken sich auch auf die Fruchtbarkeit aus. Da es in der 3. SSW zur Befruchtung kommt, sollte spätestens jetzt auf Zigaretten, das Glas Bier oder Wein oder andere Drogen verzichtet werden.

Viele Frauen fragen sich, ob es schlimm ist, wenn sie in den ersten Schwangerschaftswochen noch gar nichts von ihrer Schwangerschaft wussten und daher Alkohol, Zigaretten oder Medikamente zu sich genommen haben. Der Körper handelt hier nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip: Kommt es an der befruchteten Eizelle in den ein bis zwei Wochen nach der Befruchtung zu Schäden, stoppt sie ihre Entwicklung und geht unbemerkt mit der nächsten Periode ab. Da die Zellteilung gerade in den ersten Tagen nach der Befruchtung sehr rege ist, können aber auch eventuell entstandene Schäden schnell wieder repariert werden.

Ideal ist es, wenn die Schwangerschaft möglichst frühzeitig festgestellt wird. Denn das Alles-oder-nichts-Prinzip gilt nur für die ersten beiden Wochen nach der Befruchtung in der 3. SSW. Danach ist der kindliche Kreislauf mit dem der Mutter verbunden. Über die Plazenta gelangen viele Gifte also auch zum Kind und können es schädigen. Wenn Du eine Schwangerschaft vermutest, stelle Dich erst einmal darauf ein und verzichte sicherheitshalber auf Zigaretten und Alkohol. Übrigens – auch Reinigungsmittel, Farben oder Lacke können sich negativ auf die Fruchtbarkeit und die Entwicklung des Babys auswirken. Vermeide diese lieber, lüfte immer gut beim Saubermachen und trage wenn möglich Haushaltshandschuhe, wenn Du mit Reinigungsmitteln in Kontakt kommst.

Wollt Ihr erfahren, in welcher Schwangerschaftswoche Ihr gerade seid? Dann testet gerne unseren Schwangerschaftsrechner und findet es heraus.

Schwangerschaftsrechner
SSW berechnen - Alle Schwangerschaftswochen im Überblick

Quellen:
Coad, J.: Anatomie und Physiologie für die Geburtshilfe. Elsevier, München 2007
Gätje, R. et al.: Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart, 2011
Höfer, S./Scholz, Dr. med. A.: Meine Schwangerschaft. Gräfe und Unzer, München 2014
Stiefel, A./Geist, C./Harder, U.: Hebammenkunde. Hippokrates, Stuttgart 2013

Ärztin_Elisa

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Karin

Schon als Kind wollte Karin den Dingen auf den Grund gehen und baute deshalb mit Vorliebe ihr Spielzeug auseinander. Während Papa zur Reparatur antrat, beschäftigte sie sich schon freudestrahlend mit dem nächsten Objekt. Weil sie auch heute noch alles genau wissen möchte, schreibt sie über Medizinthemen und das, was im Körper während der Schwangerschaft passiert.

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