Deo selber machen: Anleitung und Test

Die meisten von uns benutzen Deo. Viele Menschen vertragen Deo allerdings nicht besonders gut, weil es oft Stoffe enthält, die empfindliche Haut reizen. Noch dazu enthalten viele Deos Aluminium, von dem man nicht weiß, ob es eine gesundheitsschädigende Wirkung hat.

Auch ich gehöre zu denen, die sich nicht gerne täglich die pure Chemie auf die Haut schmieren. Deshalb habe ich versucht, mein Deo selbst zu machen.

Deo selber machenNeuerdings bin ich ein großer Fan von Kokosöl. Ich benutze keine Bodylotion mehr, weil Kokosöl meine Haut fantastisch pflegt und außerdem unheimlich gut riecht. Am liebsten würde ich in mein Kokosölglas einziehen und den ganzen Tag von diesem Duft umgeben sein, der mich so sehr an meinen wundervollen Thailandurlaub vor fast zwei Jahrzehnten erinnert … die Palmen, das Meer, das leckere Essen … aber ich schweife ab.

Kokosöl ist tatsächlich sehr gesund, hat hautberuhigende Eigenschaften und wirkt nachweislich gegen Bakterien, Viren und Pilze. Sogar Kariesbakterien lassen sich durch Kokosöl in die Knie zwingen!

Klar, dass mein duftendes Lieblingswundermittel der Hauptbestandteil meines Deos werden sollte. Denn: Wenn wir schwitzen, stinken wir erst einmal nicht. Dann aber kommen böse Bakterien und zersetzen unseren Schweiß. Prompt beginnen wir zu miefen. Die einfache Lösung: Wo keine Bakterien, da kein Miefen. Hier kommt das Kokosöl ins Spiel.

Nach langer Recherche fand ich ein Rezept, das ich erproben wollte.

Man nehme (zum Probieren erst einmal eine kleine Menge):

  • 2 EL Kokosöl
  • 1 EL Stärke
  • 1 EL Natron

Die Stärke dient als Trägermaterial, aber ich kann mir vorstellen, dass man sie auch weglassen könnte, da Kokosöl alleine bei Zimmertemperatur ja auch fest ist. Im Hochsommer allerdings könnte es zerfließen, also dann doch lieber mit Stärke! Natron ist schon vom Einsatz als Hausmittel als geruchsbindend bekannt – perfekt für ein Deo.

Das Kokosöl wird erwärmt. Dadurch wird es flüssig und klar. Nun rührt man die beiden anderen Bestandteile vorsichtig ein, bis sie sich aufgelöst haben. Das noch flüssige Öl kann man jetzt in ein kleines Metalldöschen füllen und erkalten lassen. Nach einiger Zeit ist die Masse wieder fest und weiß.

Ich habe das Deo einige Tage lang getestet, um sicherzugehen, dass ein eventueller Erfolg kein Zufallstreffer ist. Dazu habe ich es mit dem Zeigefinger aus der Dose entnommen und unter die Arme gecremt, es wird ja durch die Handwärme sofort wieder weich.

Tag 1 – 3

Normale Aktivitäten im Haus, Büroarbeit, Einkaufen, Kind zur Kita bringen und abholen. Nichts Aufregendes.

Schnuppertest am Abend: Ich rieche nichts. Leider auch kein Kokos. Auch nicht am T-Shirt. Habe aber auch nicht viel geschwitzt.

Tag 4

Stress-Tag. Heute muss ich einen Vortrag halten, hetze zur Bahn, komme fast zu spät, muss noch die Präsentation ausdrucken, Drucker klemmt, Hilfe! Schwitzalarm! Beim Vortrag bin ich aufgeregt und transpiriere entsprechend. Meine Kollegen umarmen mich hinterher, keiner verzieht die Nase – zum Glück!

Am Abend zuhause der Schnuppertest: Nichts. Mit viel Fantasie ein minimaler Geruch, der aber mit Schweißgeruch nicht im Entferntesten zu tun hat. Bin ich vielleicht zu unsensibel? Ich halte meinem Freund mein T-Shirt mit der Achselstelle unter die Nase: „Riech mal!“ – „Und, was ist damit?“ – „Wonach riecht das?“ – „Nach nix.“ Aha. Ich bin also nicht geruchsblind. Und meine Haut: zart und weich. Ich bin baff.

Tag 5

Heute, vom Erfolg beflügelt, bin ich total wagemutig und nehme nur Kokosöl. Der Effekt ist derselbe: Am Abend rieche ich nichts. Höchstens etwas mehr, wie soll ich sagen, Natürlichkeit! Das ist die treffende Beschreibung. Aber die riecht nicht schlecht, und ich kann mich nicht erinnern, jemals einen solchen Geruch an mir wahrgenommen zu haben. Kokosöl, ich liebe dich.

Nicht getestet: Die Wirksamkeit beim Sport. Kommt noch, siehe Wünsche fürs neue Jahr!

Außerdem nicht getestet: Die Wirksamkeit im Hochsommer, wenn wir viel schwitzen, auch ohne aufgeregt zu sein.

Fazit

Für mich ist mein selbstgemachtes Deo mein neuer täglicher Begleiter. Nur wenn ich mal wirklich ganz besonders toll duften will, weil ich eine Verabredung habe oder einen wichtigen Termin, bei dem ich mich nicht auf die Kraft der Natur verlassen möchte, würde ich noch auf ein konventionelles Deo zurückgreifen.

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Iris

Mit Kinder- und Familienthemen kennt Iris sich dank ihrer bezaubernden Tochter bestens aus. Die heute Fünfjährige hat ihr Leben komplett umgekrempelt. Neben ihrer Tochter liebt Iris vor allem Wörter - und die Möglichkeit, beim Bloggen ihr Wissen zu teilen und wichtige Themen bekannter zu machen.

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