Die Entwicklung der Augenfarbe bei Babys

Augenfarbe bei Neugeborenen

Jeder kennt sie und alle verfallen ihnen in gleichem Maße: die hellblauen großen Augen, mit denen Neugeborene in die Welt schauen. Doch wieso sind die Augen meist blau, obwohl es bei Erwachsenen so eine große Spannbreite von Augenfarben gibt? Und was sehen Babys, wenn sie zur Welt kommen?

Verschiedene Augenfarben je nach Alter

Zunächst einmal: Nicht alle Neugeborenen haben blaue Augen. Viele Babys werden mit braunen Augen geboren, deren Farbe sich meist nicht mehr verändert. Sind die Augen bei Geburt jedoch blau, lässt sich erst im Verlauf der ersten 18 Monate feststellen, welche Augenfarbe der kleine Mensch für den Rest seines Lebens haben wird. In seltenen Fällen findet sogar später noch eine Veränderung statt.

Wieso gibt es verschiedene Augenfarben?

Entscheidend für die Augenfarbe jedes Menschen ist die Menge Melanin, die sich in der Regenbogenhaut befindet. Als Melanin wird das Farbpigment bezeichnet, das dafür sorgt, dass Licht nicht ungefiltert auf unsere Netzhaut trifft. Die Augen vieler Neugeborener erscheinen hellblau, weil das Farbpigment Melanin bei der Geburt meist noch nicht ausreichend vorhanden ist. Je weniger Melanin in der Regenbogenhaut vorhanden ist, desto unreflektierter spiegeln die Augen das einfallende Licht wider und desto heller und blauer erscheinen diese.

Blaue, grüne, braune Augen?

Welche Augenfarbe ein Mensch hat, darüber entscheidet die Menge der Farbpigmente: Je weniger Pigmente, desto heller die Augen. Durch die unterschiedliche Mengenzusammensetzung entsteht das ganze Spektrum der Augenfarben, die wir im Alltag bewundern können. Von hellblau über grau, grüngraubraun und grün mit Einsprengseln bis hin zu fast schwarz ist alles dabei. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Sonne aus Sicht der Evolution eine entscheidende Rolle bei der global gesehenen statistischen Verteilung der Augenfarben spielt. Menschen aus sonnenstarken Regionen haben meist dunkle Augen, wohingegen Menschen aus dem sonnenschwachen Norden häufig sehr helle Augen haben. Das Melanin bestimmt übrigens auch, wie dunkel oder hell Haut und Haar sind. Meist steht die Augenfarbe in einem Verhältnis zu diesen.

wahrscheinlichkeit braune augen zu bekommen

Welche Augenfarbe wird mein Baby haben?

Die Frage nach der endgültigen Augenfarbe des Babys lässt sich im Vorfeld nicht mit absoluter Sicherheit beantworten. Die Farben werden zwar dominant und rezessiv vererbt (quasi durchsetzungsstark oder –schwach), entscheidend ist dabei jedoch nicht nur die Augenfarbe der Eltern, sondern auch der Großeltern. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine braunäugige Mutter und ein blauäugiger Vater ein braunäugiges Kind haben werden, ist zwar höher, aber auch jede andere Farbe ist möglich. Wer Lust hat, sich die Wahrscheinlichkeit verschiedener Augenfarben anzuschauen, kann sich von unserem Augenfarbenrechner inspirieren lassen.

Zwei verschiedene Augenfarben – eine Seltenheit

In seltenen Fällen haben Menschen zwei verschiedene Augenfarben, die häufigste Variante ist hier ein grünes und ein blaues Auge. Dies wird durch eine Störung der Pigmentierung auf der Regenbogenhaut ausgelöst, die die Sehfähigkeit nicht beeinträchtigt, den Betrachter jedoch sehr fasziniert. Häufiger als zwei unterschiedliche Augen ist die sogenannte zentrale Heterochromie, die bewirkt, dass um die Iris ein anders gefärbter Rand liegt.

Heterochromie bei Kindern

Ab wann können Babys sehen?

Unabhängig von ihrer Augenfarbe machen Neugeborene meist eine sehr ähnliche Entwicklung ihrer Sehfähigkeiten durch. Das Sehvermögen ist zwar schon im Mutterleib ausgebildet, die Sicht der Kinder ist jedoch erst nach ungefähr drei Jahren auf dem Stand der Erwachsenen.

Bei der Geburt sehen Babys sofort, jedoch nur auf eine sehr kurze Distanz scharf: Alles, was sich weiter als 20 bis 25 Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt befindet, wird nur als Umrisse, Licht oder Bewegungen wahrgenommen. So reduziert sich die Welt des Säuglings automatisch auf das Wichtigste: Gesicht und Brust der Mutter.

Alles, was darüber hinaus an Sehfähigkeit wichtig ist im Leben, wird im Verlauf der ersten Monate entwickelt und perfektioniert. Die wichtigste Fähigkeit ist jedoch von Anfang an vorhanden und muss nicht erst gelernt werden: Studien haben herausgefunden, dass Neugeborene Gesichter erkennen und auf sie in besonderem Maße reagieren. In der gesamten Entwicklung sind menschliche Gesichter von großem Interesse für Babys. Über das Mustern und Interpretieren von Mimik und Reaktionen von Gesichtern lernen Babys entscheidende Dinge über ihre Umwelt, Gefühle und Kommunikation.

Sehentwicklung bei Neugeborenen

Farben, Formen, Dimensionen – was Babys sehen

Im Verlauf der ersten zwölf Monate erweitern sich Sichtweite und die Sehfähigkeiten jedes Kindes rasant. Zu Beginn lernen Neugeborene, ihre Augenmuskulatur zu benutzen und mit beiden Augen gleichzeitig etwas zu fixieren und einer Bewegung kurz mit den Augen zu folgen. Dies wird über die nächsten Monate trainiert, sodass immer längere Konzentrationsphasen und exaktere Fokussierung in größeren Distanzen möglich werden. So wird die Welt des Babys Stück für Stück größer und immer mehr Eindrücke können aufgenommen werden.

Damit die sich so vermehrenden Gegenstände eingeordnet werden können, bedarf es jedoch auch einer Tiefenwahrnehmung, die sich ab dem vierten Monat entwickelt. Sie sorgt dafür, dass Gegenstände dreidimensional wahrgenommen werden können und sich ein Verständnis von Nähe und Ferne entwickelt. Zeitgleich setzt meist auch die bessere Koordination der Arme ein. Die neu entdeckten Gegenstände können zunehmend selbstständig erreicht werden und das Baby greift nach interessanten Dingen.

Als nächstes setzt die genauere Farbunterscheidung mit fünf Monaten ein. Säuglinge können in den ersten zwei Monaten sehr ähnliche Farben weniger gut unterscheiden und sehen kontrastreiche Muster besser. In der Mitte des ersten Lebensjahres lernen sie, weniger kräftige Farben zu unterscheiden. Nichtsdestotrotz bevorzugen Babys noch lang kontrastreiche Primärfarben.

Bereits zum Ende des ersten Lebensjahres ist die Sehschärfe und Tiefenwahrnehmung fast so gut, wie bei einem Erwachsenen. Dies wird auch in den Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt regelmäßig überprüft.

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Simona

Simonas Interesse an Kinderthemen wurde bei ihrer Arbeit mit Kindermusik, -hörspielen und -filmen geweckt. Auf dem Blog lebt sie besonders ihre Leidenschaft für DIY-Projekte aus, von schmackhaftem Essen bis zu kreativen Handarbeiten.

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