Fernreise mit Kind – ein wunderbares Abenteuer

Gerade im Winter, wenn die Tage grau und kalt sind, erwische ich mich immer öfter dabei, wie ich in Gedanken auf Reisen gehe. Mein Fernweh wird immer größer, je schlechter das Wetter in Deutschland wird. Am Schlimmsten ist es im Januar und Februar. Da möchte ich prinzipiell weit weg sein. Irgendwo, wo es warm ist, und es eine interessante Kultur und gutes Essen gibt. So entschlossen mein Freund und ich mal wieder eine Fernreise zu unternehmen, diesmal Richtung Asien.

Fernreise mit Kind
Fernreise mit Kind
Fernreise mit Kind

 

Aber ach, da war ja noch was: unsere kleine 3-jährige Tochter. Doch auch das stellten wir uns nicht so dramatisch vor. Sie war schließlich aus dem Windel-Alter raus, isst nahezu alles und schläft einfach ein, wenn sie müde ist. Doch je mehr wir uns mit Freunden und Bekannten über dieses Vorhaben unterhielten, desto größer wurden die Zweifel. Hatten wir uns das zu einfach vorgestellt? Waren wir naiv oder die vielen Bedenken unbegründet? Da wir uns jedoch so auf eine Fernreise gefreut hatten, wollten wir uns nicht abschrecken lassen und haben versucht, unsere Wünsche und die Bedürfnisse mit denen unserer Tochter zu vereinbaren.

Eine Fernreise planen

Also fingen wir an zu planen. Wir suchten im Internet, auf Blogs und fragten eine Bekannte im Reisebüro. Da wir in Richtung Asien wollten, bot sich Thailand als erster Versuch an. Damit sich der lange Flug auch richtig lohnte, haben wir uns für drei Wochen Reisedauer entschieden. Das ging natürlich nur, weil wir noch kein schulpflichtiges Kind hatten. Da wir mehrere Orte sehen wollten, entschieden wir uns für Bangkok, Phuket und Khao Lak. Flüge und die Unterkünfte hatten wir noch in der Heimat gebucht, denn wir wollten nicht mit Kind vor Ort auf Hotel-Suche gehen. Wir hatten vorher zusätzlich mit der Kinderärztin gesprochen, unsere Impfungen aufgefrischt und eine gute Reise-Apotheke zusammengepackt. Ich habe viele Reiseführer gelesen und mich mit jedem Tag mehr auf den Urlaub gefreut.

Auf dem Weg in die Ferne

Nach den vielen sorgenvollen Kommentaren hatten wir uns zwischenzeitlich auf einen anstrengenden Flug eingestellt. Aber wir irrten uns. Der Flug war unerwartet ruhig. Wir hatten Bücher, Malhefte, Stifte und neue Spiele im Handgepäck, mit denen sich unsere Tochter Heidi ausgiebig beschäftigte. Wir arbeiteten uns durch alle Spiele-Klassiker wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ und „Stille Post“. Es gab Essen im Flieger und geschlafen wurde auch noch. Da war der erste lange Flug von Berlin nach Bangkok recht schnell vorbei. Bevor wir nach Phuket weitergeflogen sind, haben wir Heidi auf dem Flughafen richtig Bewegung verordnet. Wir haben Fangen, Verstecke und Wettlaufen gespielt, denn wir wussten, dass sie das nach dem langen Sitzen brauchte.

Fernreisen mit Kind - Asiatische Strände

Als wir unser erstes Ziel erreicht hatten, fiel das letzte bisschen Anspannung von unseren Schultern. Die Menschen waren unheimlich freundlich. Mit Kind wurden wir fast überall vorgelassen. Wir wurden schüchtern angelächelt, oder auch mal auf unsere Tochter angesprochen. Mit ihren langen blonden Haaren ist sie tatsächlich aufgefallen. Die Mitarbeiterinnen im Hotel waren besonders angetan und spielten mit Heidi oder haben ihr die Haare geflochten.

Wir sprachen zwar nicht dieselbe Sprache, aber das war zur Verständigung nicht notwendig. Irgendwann fragte Heidi mich dann, warum die Menschen hier alle so nett und freundlich sind. Ich versuchte ihr das zu erklären, kam aber nicht weit. Denn ja, warum ist das bei uns eigentlich nicht so? Ich musste passen.

Fernreisen mit Kind
Fernreise mit Kind
Fernreise mit Kind

Eine fremde Kultur erleben

Es war unheimlich spannend zu beobachten, wie sich Heidi in der fremden Kultur bewegte. Heidi erfuhr hier zum ersten Mal, was es bedeutet irgendwo fremd zu sein. Eine ganz wichtige Erfahrung. Dem Gefühl, fremd zu sein, liegt ja oft die Angst vor dem Unbekannten zugrunde. Aber meiner Meinung ist das bei Kindern nicht so. Ich spürte eher eine ganz große Neugierde. Heidi wollte unbedingt einige Worte thailändisch lernen, übte die Begrüßung mit der Verneigung und war an den Regeln des Miteinanders sehr interessiert. Unsere Tochter, sonst eher schüchtern und beobachtend, gab sich ganz ungehemmt mit fremden Kindern und Erwachsenen. Sie spielte mit thailändischen Kindern, hatte eine neue Freundin aus Bulgarien und fand, wo immer sie auch lief, neues „Spielzeug“ wie zum Beispiel Stöcke, Muscheln oder Blätter. Alle Tiere, die wir unterwegs entdeckten waren spannend und wurden ausgiebig beobachtet. Jeder Tempel war in den Augen von Heidi der Palast einer wunderschönen Königin oder Prinzessin. Das fremde Essen war ebenso ein Abenteuer. Wir aßen fast alles, auch in den kleinen Straßenküchen. Wichtig war, dass alles gut gekocht wurde. Und wir kauften nur Obst, das man vor dem Essen schälen musste, damit wir uns den Magen nicht verstimmten. Ansonsten ließen wir es uns richtig schmecken. Ich bekomme heute noch Appetit, wenn ich daran denke.

Fazit: Immer wieder

Wir hatten ein paar tolle Wochen, haben uns treiben lassen und ganz spontan entschieden, was wir sehen wollten. Strand, Kultur, Touristentreiben und Großstadttrubel konnten wir gemeinsam ganz entspannt erleben. Es war phantastisch und ich kann es nur jedem empfehlen, der so eine Reise in Erwägung zieht – auch oder gerade mit dem Nachwuchs.

Urlaub mit Kindern
Checkliste: Urlaub mit Kindern
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Anja

Anja ist Mutter von zwei reizenden Mädchen (4 und 8 Jahre). Besonders durch ihre Töchter kann sie die Welt wieder mit Kinderaugen sehen. Die große Phantasie, die Lust am Spiel und Bewegung jeder Art beeindrucken sie an Kindern besonders. So macht es ihr viel Freude, über Themen rund um das Familienleben zu schreiben.
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  1. MF
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