Interviewreihe “Mein Leben als Papa” – 5 Fragen an Väter

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In dieser Serie stellen wir Euch regelmäßig Väter vor, die erzählen, wie sich Vaterwerden anfühlt, wie sie den passenden Namen für ihren Nachwuchs gefunden hab­­en und welche Tipps sie werdenden Vätern geben möchten

Lennarts Kinder heißen Ole (9) und Lena (4). Wie es sich vor knapp zehn Jahren angefühlt hat, zum ersten Mal Vater zu werden und inwiefern sich sein Leben und seine Sicht auf Dinge verändert hat, erzählt er uns im Gespräch.

Was war Dein erster Gedanke, als du gehört hast, dass Du Papa wirst?

Lennart: „Obwohl es für uns nicht überraschend kam, dachte ich im ersten Moment: ‚Wow! Jetzt geht’s los, jetzt gibt es kein Zurück mehr‘. In diesem Moment wird einem noch mal bewusst, dass Kinderkriegen eine endgültige Entscheidung ist, die man nicht mehr rückgängig machen kann. Da fragt man sich natürlich schon, was jetzt alles auf einen zukommt und da setzt dann die Maschine des Nachdenkens ein. Aber natürlich war das auch sofort ein wahnsinniger Glücksmoment. Beim zweiten Mal, als meine Frau schwanger wurde, waren diese Fragen dann zum Glück schon beantwortet und ich hab mich einfach nur riesig gefreut.

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2. Inwieweit hat sich dein Leben durch den Nachwuchs verändert?

Lennart: „Seltsamerweise sind mir am Anfang zunächst die ganzen Unannehmlichkeiten aufgefallen. Man bekommt vor allem deutlich weniger Schlaf – obwohl ich rückblickend sagen muss, dass meine Kinder relativ gut geschlafen haben. Insgesamt wird das komplette Leben organisierter, da man ja immer noch für jemand Drittes oder Viertes mitdenken muss. Essenszeiten sind beispielsweise bei Kindern sehr wichtig und wenn man einen Ausflug macht, muss man im Vorfeld daran denken, Proviant einzupacken.

Sobald Kinder anfangen, zu sprechen und einen selbst besser zu verstehen, entdeckt man auf einmal neue Orte und Gegenstände, die man als Erwachsener vorher gar nicht wahrgenommen hat. Kinder interessieren sich ja häufig für Dinge, die – aus Sicht des Erwachsenen – völlig belanglos sind: Das kann eine kleine Blume auf dem Weg zur Kita sein oder ein kleiner Stock, den das Kind auf dem Spielplatz findet. Wenn dieser Stock dann aus Versehen vor dem Haus in einen Graben fällt und es anfängt, zu weinen, tut einem das natürlich leid und trotzdem denkt man: Oh Gott, was ist denn jetzt los? Es ist doch nur ein Stock und da liegen doch noch dreißig andere Stöcke (lacht).

Besonders schön ist, dass man unglaublich viel dazulernt. Denn Kinder stellen ständig Fragen und viele kann man auf die Schnelle gar nicht beantworten: Warum glüht die Glühbirne? Warum hat der Mann einen grünen Hut auf? Warum ist die Sonne rot, wenn sie untergeht?  Wenn ich keine Antwort weiß, freue ich mich immer, dass es Wikipedia gibt und ich schnell nachgucken kann. Meistens sagen meine Kinder aber schon von selbst: „Papa, guck doch mal im Computer nach!“.

Ansonsten ist die größte und schönste Veränderung, dass da auf einmal jemand ist, der einem bedingungslos Liebe und Vertrauen schenkt. Und das ist schon ein tolles Gefühl und macht unglaublich stark.

3. Gibt es Dinge, die du vorher nicht erwartet hattest?

Lennart: „Eigentlich sind es genau die Dinge, die ich gerade schon gesagt habe: Dass man viel dazulernt und dass man sich bewusst wird, was wirklich wichtig ist im Leben. Vorher ist man immer in seinem Trott drin und stellt so wenige Dinge grundsätzlich in Frage. Mit zwei Kindern ist das anders, da fragt man sich schon: ‚Ist es jetzt wirklich wichtig, dass ich heute Abend auf diese Party gehe? Da kommt man schnell zu der Erkenntnis: ‚Eigentlich nicht, denn schließlich findet die Party auch ohne mich statt und meine Kinder bekommen am nächsten Tag einen entspannten Papa‘. Dass sich mein Blickwinkel so stark verändern würde, hätte ich vorher nicht erwartet. Allerdings muss man manchmal aufpassen, damit man sein soziales Leben nicht komplett vernachlässigt und einen guten Mittelweg findet.“

4. Wie hast Du denn mit deiner Frau die passenden Namen gefunden?

Lennart: „Meine Frau und ich kommen beide aus Norddeutschland und haben auch beide – meine Frau heißt Annika – norddeutsche Namen. Deswegen war für uns klar, dass es auch bei den Namen unserer Kinder in die norddeutsche Ecke gehen soll. Wir haben dann in einem Notizbuch immer Namen aufgeschrieben, wenn wir welche gehört haben, die uns gefielen und uns am Ende für Lena und Ole entschieden. Eigentlich wollten wir nicht Namen nehmen, die schon häufig vergeben sind. Nach der Namensvergebung haben wir dann trotzdem mal in die Bestenliste geschaut und gesehen, dass zum Beispiel der Name Lena doch ziemlich weit oben lag (lacht).“

5.  Welche 3 Tipps möchtest Du werdenden Vätern geben?

Lennart: „Also, meine Standardantwort auf Fragen von genervten Vätern oder Müttern ist ja immer: ‚Ist alles nur ‘ne Phase!‘ (grinst). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Kinder manchmal ihre Phasen haben, die aber auch wieder vorbeigehen. In diesen Zeiten sollte man auf jeden Fall versuchen, Geduld und Ruhe zu bewahren. Natürlich ist es anstrengend, wenn Kinder in einer Zeit viel schreien oder oft quengeln. Aber das kann sich von einem  auf den anderen Tag wieder blitzschnell ändern und dann verwandeln sie sich wieder in süße Kleinkinder. Und da komme ich auch schon zu meinem zweiten Tipp: Genießt die Zeit, denn sie kommt nicht wieder! Ich hatte mir ein paar Monate Elternzeit genommen und diese Zeit würde ich auf keinen Fall missen wollen. Mein dritter Tipp wäre, dass man versucht, Freiräume für sich selbst zu schaffen. Gerade beim ersten Kind hat man vielleicht Bedenken, dass Kind jemand anderem anzuvertrauen. Aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Kinder mit kleinen Auszeiten gut klarkommen und sich freuen, wenn sie beim Babysitter mal etwas länger aufbleiben dürfen.“

 

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Sara

Neben ihrer Schwäche für Frankreich liebt es Sara, zu schreiben und regelmäßig auf deutschen und internationalen Blogs nach neuen Einträgen zu stöbern. Und dass sie sich bei ihrem letzten Geburtstag wie ein Schneekönig über eine restaurierte Version des Disney-Klassikers Dumbo gefreut hat, sagt eigentlich schon alles.

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