Kleine Kinder – kleine Sorgen?

Bild1_r Auch Kinder haben Sorgen. Sogar die ganz Kleinen plagen sich bisweilen mit Ängsten, Trauer oder Zweifeln herum. Oftmals ist das den Eltern gar nicht in diesem Ausmaß bewusst. Wenn ein Kind seine Sorgen äußert, neige ich als Mutter ja schnell dazu zu sagen: „Ach komm, das wird schon wieder!“ oder „Aber das ist doch nicht so schlimm.“ Oft ist es das aber sehr wohl. Manchmal habe ich das Gefühl, wir haben einfach vergessen, wie sich die Welt aus der Sicht eines Kindes anfühlt. Das können für uns belanglose Dinge sein, für unsere Kinder sind sie ein Drama. Oft läuft man Gefahr, den Kummer, der unseren Kindern auf der Seele liegt, zu bagatellisieren. Es war ja „nur“ ein Spielzeug, das kaputt gegangen ist. Oder „nur“ eine Schramme am Knie, das ist doch kein Grund zum Trübsalblasen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Eltern die Sorgen ihrer Kinder durchweg unterschätzen – erstens, weil sie ihr Kind immer mit einer „positiven Verzerrung“ betrachten (das eigene Kind ist stets das schönste, schlauste, liebste) und zweitens, weil sie von sich auf ihr Kind schließen: Wenn es mir selbst gut geht, geht es auch meinem Kind gut. Der Grund dafür ist der idealistische Wunsch nach intaktem Familienglück.

Ich versuche mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass der kindliche Maßstab ein anderer ist. Ich versuche mir Zeit zu nehmen, den Sorgen meines Kindes die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die ich mir selbst wünschen würde. Wenn das Kind sich wehgetan hat, tut man ihm meiner Meinung nach keinen Gefallen, wenn man zum Trost sagt: „Na komm, ist doch gar nichts passiert.“ Das ist zwar lieb gemeint, das Kind fühlt sich jedoch in seinem Schmerz nicht ernstgenommen und verlernt, auf das eigene Schmerzempfinden zu vertrauen. Besser wäre es, den Gefühlen des Kindes Raum zu geben und den Schmerz mit ihm zu teilen: „Ja, das glaube ich, dass das wehgetan hat.“ Ganz wichtig ist natürlich auch immer Körperkontakt. Kinder wollen liebgehabt und getröstet werden. Bei meiner Tochter helfen Küsschen auf die schmerzende Stelle sehr gut. Ich erkläre ihr dann immer, dass mit jedem Kuss Liebe in die Stelle „fließt“ und sie so ein bisschen schneller heilt.

Bild2_ rAber Kinder haben ja nicht nur körperliche Schmerzen. Auch sie fühlen sich manchmal alleine gelassen, mutlos und ängstlich. Auch wenn wir wissen, dass der Streit mit der besten Freundin wahrscheinlich am nächsten Tag wieder vergessen ist, sollten wir ihn nicht als Lappalie abtun.

Manche Sorgen möchten Kinder auch erst einmal für sich behalten. Trotzdem lasten sie ihnen auf der Seele. Was ich besonders toll finde, sind Sorgenfresser. Die Kinder können ihre Sorgen auf einen Zettel schreiben oder malen und im gefräßigen Rachen der Sorgenfresser verschwinden lassen. Und auch wenn die nicht gefüttert werden, hören sie jedoch auch einfach zu, ohne Fragen zu stellen. Die eigene Auseinandersetzung mit dem Problem erleichtert das Kind und hilft ihm, vielleicht einige Dinge klarer zu sehen, bevor es sich Mama oder Papa anvertraut. sofre2

Die Sorgen und Nöte unserer Kinder sind nicht weniger schlimm als unsere eigenen. Wenn wir Kinder mit ihren Problemen ernstnehmen, fühlen sie sich als Mensch angenommen und wertgeschätzt. Das ist die Basis für ein positives Selbstbild und ein Seelenleben im Gleichgewicht.

Für kleine, geheime Sorgen verlosen wir sechs hungrige, verschwiegene Sorgenfresser. Um zu gewinnen, schreibt uns Euren liebsten und wirkungsvollsten Heile-heile-Segen-Spruch in die Kommentarbox. Alle Details zum Gewinnspiel findet Ihr in unseren Teilnahmebedingungen.

Fresser

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Iris

Mit Kinder- und Familienthemen kennt Iris sich dank ihrer bezaubernden Tochter bestens aus. Die heute Fünfjährige hat ihr Leben komplett umgekrempelt. Neben ihrer Tochter liebt Iris vor allem Wörter - und die Möglichkeit, beim Bloggen ihr Wissen zu teilen und wichtige Themen bekannter zu machen.
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  1. Melli
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