Lernen mit Spaß! Experimente für kleine Forscher: Das durstige Glas

Kinder sind neugierig. Sie wollen wissen, wie die Dinge funktionieren und lieben es zu forschen. Beim Experimentieren können sie ihren Tüftlerdrang ausleben, haben Spaß und lernen auch noch etwas dabei. In manchen Grundschulen wird oft wenig experimentiert, doch sogar Kitakinder haben schon ein naturwissenschaftliches Verständnis. Was liegt also näher, als zu Hause einen Wissenschaftlertag einzulegen? Die Kleinen stärken dabei ihr Selbstbewusstsein, weil sie die meisten Experimente selbst durchführen können, und lernen dabei Grundlegendes über naturwissenschaftliche Zusammenhänge. Durch gezieltes Fragen können selbst schon Dreijährige Vermutungen anstellen. Die Kinder werden hinterher begeistert sein, was sie alles entdeckt haben. Und schließlich lernen wir alle am besten, wenn es Spaß macht und quasi nebenbei geschieht.

Beim folgenden Versuch könnt Ihr sehen, wie sich das Volumen von warmer Luft verändert, wenn sie abkühlt.

Experimente für Kinder: Das durstige Glas
  • 1 Glas
  • 1 kleine Schale
  • Teelicht
  • Feuerzeug
  • Wasser

Zunächst gießt Ihr etwas Wasser in die Untertasse. Ihr könnt es auch zusätzlich mit Lebensmittelfarbe einfärben, dann wird der Effekt noch besser sichtbar. Nun setzt Ihr vorsichtig ein brennendes Teelicht in das Wasser.

Experimente für Kinder: Das durstige Glas
Experimente für Kinder: Das durstige Glas
Experimente für Kinder: Das durstige Glas
Experimente für Kinder: Das durstige Glas

Die Flamme erlischt nach kurzer Zeit. Außerdem verschwindet das Wasser aus der Untertasse und wird ins Glas „gesaugt“.

Man könnte vermuten, dass die Kerze den Sauerstoff im Glas verbraucht und dadurch mehr Platz unter dem Glas entsteht, den das Wasser einnimmt. Das ist nur teilweise richtig. Tatsächlich wird der Sauerstoff verbrannt. Allerdings entsteht als Verbrennungsprodukt CO2, das ebenfalls Platz beansprucht. Diese Erklärung kann also nicht stimmen. Dennoch ist mir aufgefallen, dass sie in vielen Schulbüchern auch heute noch so gedruckt wird, obwohl sie falsch ist.

Die richtige Begründung für das Phänomen ist eine andere: Die Luft über und um die Kerzenflamme herum wird erwärmt und dehnt sich dadurch aus. Stülpt man ein Glas über die Kerze, bekommt die Flamme keinen frischen Sauerstoff und verbraucht in kürzester Zeit den Sauerstoffvorrat unter dem Glas. Wenn der Sauerstoff verbrannt ist, erlischt die Kerze. Dadurch kühlt sich die Luft wieder ab. Kalte Luft zieht sich zusammen. Nun braucht die Luft unter dem Glas weniger Platz. Dadurch entsteht im Glas ein geringerer Luftdruck als außen, wodurch das Wasser von der äußeren Luft in das Glas gedrückt wird.

Je nach Alter der Kinder könnt Ihr die Erklärung anpassen. Worte wie Luftdruck oder Sauerstoff versteht noch nicht jedes Kind. Im Grunde reicht es aus, wenn das Kind verstanden hat, dass warme Luft mehr Platz benötigt als kalte. Damit lässt sich der Effekt für jedes Alter angemessen erklären.

Viel Spaß beim Experimentieren!

Experimente für Kinder: Spaß beim Schulanfang
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Iris

Mit Kinder- und Familienthemen kennt Iris sich dank ihrer bezaubernden Tochter bestens aus. Die heute Fünfjährige hat ihr Leben komplett umgekrempelt. Neben ihrer Tochter liebt Iris vor allem Wörter - und die Möglichkeit, beim Bloggen ihr Wissen zu teilen und wichtige Themen bekannter zu machen.
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  1. Hans
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