Milchstau behandeln: Tipps und Tricks für eine angenehme Stillzeit

Viele Mütter kennen das Problem während der Stillzeit: Die Muttermilch kann nicht richtig abfließen und staut sich daher im Brustgewebe, es kommt zum Milchstau. Dieser geht mit geröteten und druckempfindlichen Stellen und Schwellungen an der Brust einher. Leider sind diese Stellen nicht nur unangenehm, sondern können auch zu einer Entzündung führen. Was Ihr bei einem Milchstau tun könnt und wie Ihr eine Entzündung vermeidet, zeigen wir Euch in diesem Artikel.

Milchstau

Was ist ein Milchstau?

Bei einem Milchstau handelt es sich – wie der Name bereits verrät – um eine Stauung der Milch im Brustgewebe. Diese Stauung kann stellenweise oder in der gesamten Brust auftreten, wo sie nach einer raschen Entstehungszeit, auch schnell wieder verschwindet. Leider ist der Milchstau oftmals mit schmerzenden Stellen an der Brust verbunden, die gerötet oder auffallend hart sein können. Damit sich keine Entzündung bilden kann, ist es daher wichtig, die Stauung umgehend zu behandeln.

Wie entsteht ein Milchstau?

Ein Milchstau entsteht in Folge eines gestörten Milchspendereflexes. Die Hauptgründe dafür sind in den meisten Fällen Stress, Erschöpfung, oder Überlastung. Stress kann nach dem ersten Stillmonat in Form von Schlafmangel, Unruhe, oder zu viel Arbeit auftreten. Vielleicht gab es in letzter Zeit zu viele Familienbesuche oder Ihr mutet euch bereits wieder zu viel Arbeit zu? Horcht in Euch hinein und gönnt Euch und Eurem Baby etwas Ruhe. Aber auch die Angst vor dem nächsten Anlegen kann zu einem Milchstau führen.

Neben Stress gibt es aber auch andere Faktoren, die eine Stauung der Milch bedingen. So kann auch ein zu enger oder falsch sitzender BH der Grund für das Problem sein. Ebenso können zu schwere Taschen oder Rucksäcke als Auslöser geltend gemacht werden.

Welche Symptome zeigen einen Milchstau an?

Als Folge eines Milchstaus kann es im Brustgewebe zu Schwellungen, Rötungen oder festen Stellen kommen, die schmerzen und besonders empfindlich auf Druck reagieren. Aber auch Fieber und Schüttelfrost können Anzeichen eines Milchstaus sein. Da bei einem Milchstau kleinere Mengen Milch nicht nur in das Brustgewebe, sondern auch in den Blutkreislauf gelangen können, reagiert Euer Immunsystem auf diese Veränderung mit Abwehrmechanismen, die sich in erhöhter Körpertemperatur sowie Kopf- und Gliederschmerzen zeigen können.

Solltet Ihr Euch also während der Zeit des Stillens unwohl fühlen und grippeähnliche Symptome bemerken, untersucht zunächst Eure Brust auf gerötete und harte Stellen, die auf einen Milchstau hinweisen.

Was kann ich bei einem Milchstau tun?

Massage-Milchstau

Gönnt Euch konsequente Bettruhe und sprecht mit Eurer Familie oder Eurem Partner, damit sie Euch im Haushalt und beim Kochen entlasten können, denn Ruhe und Entspannung sind in diesem Fall von großer Bedeutung. Nehmt Euch auch während des Stillen ausreichend Zeit. Geht mit Eurem Baby dafür bspw. in einen separaten Raum, macht es Euch dort gemütlich und genießt die Zeit zu zweit. Das entspannt nicht nur Eure Brust und hilf dabei den Milchstau zu lösen, sondern lässt auch Euch und Euer Kind zur Ruhe kommen.

Meldet Euch bei Eurer Hebamme, damit sie bei Euch den Unterschied zwischen einem Milchstau und einer Brustentzündung diagnostizieren und Eure Brust in den nächsten Tagen beobachten kann. Eventuell wird sie mit Euch mögliche homöopathische Medikamente und Umschläge usw. besprechen.

Damit die Milch abfließen kann, solltet Ihr den Milchspendereflex unterstützen. Dazu ist das Stillen während eines Milchstaus besonders wichtig und weitaus effizienter als das Abpumpen der Milch. Legt Euer Baby daher in diesem Fall am besten immer zuerst an der Brust an, wo der Milchstau gerade akut ist. Eurem Nachwuchs schadet der Milchstau nicht. Auch wenn Ihr unter Fieber leidet, wird es ganz normal saugen und die Milch aufnehmen, macht Euch darum also keine Sorgen.

Um Eure schmerzende Brust etwas zu entspannen, könnt Ihr sie vor dem Stillen wärmen. Dies regt die Durchblutung an und erleichtert das Ablaufen der Milch. Dazu könnt ihr ein Bad nehmen, oder Duschen. Aber auch ein warmes Tuch, oder ein Kirschkernkissen können entspannend wirken.

Um die Brust ausreichend zu entleeren, könnt Ihr mit den Stillpositionen Eures Babys experimentieren. Legt Euer Kind beispielsweise einmal anders herum an, damit auch die Milch aus anderen Bereich der Brust gesaugt werden kann. Eine besonders große Saugwirkung entsteht nämlich an der Stelle, auf die das Kinn Eures Babys zeigt.

Langsame, ruhige Massagen helfen dabei die verstopften Milchgänge zu lösen und entspannen zusätzlich Eure Brust. Legt dafür zwei oder drei Finger am Brustansatz an und beginnt damit, die Haut der betroffenen Stellen und das Gewebe darunter vorsichtig in kreisenden Bewegungen zu massieren. Führt diese Bewegung einmal um die Brust herum aus und streicht danach vorsichtig mit der Handfläche von außen bis zu Eurer Brustwarze hin. Die verhärteten Stellen müssten danach weicher geworden sein und die Milch kann besser abfließen.

Da ein Kälteimpuls nach dem Stillen die Milchproduktion reduziert, ist es sinnvoll, Euch ein kaltes Tuch auf die Brust zu legen, wenn Ihr mit dem Stillen fertig seid. Auch ein mit Quark bestrichenes Tuch kann als Kompresse verwendet werden. Es verhindert nicht nur einen Milchüberschuss, sondern kühlt auch gleichzeitig die erhöhte Temperatur der Haut herunter.

Habt Ihr weitere Tipps und Tricks, die Euch während eines Milchstaus helfen? Dann schreibt uns gern Eure Erfahrungen in die Kommentare.

The following two tabs change content below.

Theres

Vierblättrige Kleeblätter suchen, ein großes Eis in der warmen Sonne genießen und immer Neues entdecken wollen. Theres ist trotz des Älterwerdens immer ein bisschen Kind geblieben. Zusammen mit ihren jüngeren Geschwistern kann sie das auch heute noch so richtig ausleben.
Neueste Kommentare
  1. Crypto
    Antworten -

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

ARE YOU READY? GET IT NOW!
Vielen Dank, Sie erhalten den Katalog in Kürze.
Vielen Dank für Dein Interesse am E-Book!
Bitte bestätige Deine NL-Anmeldung* über den Link, den wir an Deine E-Mail-Adresse geschickt haben. Nach der Bestätigung erhältst Du den Link zum E-Book.
Mit der Anmeldung zum Newsletter gelten unsere Datenschutzbestimmungen.
Vielen Dank für Dein Interesse am Frühlingsgewinnspiel!
Bitte bestätige Deine NL-Anmeldung* über den Link, den wir an Deine E-Mail-Adresse geschickt haben. Nach der Bestätigung nimmst Du automatisch am Gewinnspiel teil.
Mit der Anmeldung zum Newsletter gelten unsere Datenschutzbestimmungen.
Huch, Du hast den myToys-Newsletter bereits abonniert. Dann musst Du nichts mehr tun und nimmst automatisch am Gewinnspiel teil.
Viel Glück!
Nur 3 Schritte zum kostenlosen E-Book
Trage Deine E-Mailadresse ein und klicke auf den Senden-Button.
Öffne die Bestätigungs-E-Mail und lade Dir das E-Book herunter.
Gehe in Dein E-Mail-Postfach und bestätige den Erhalt des myToys-Newsletters.
Viel Spaß beim Backen!