#mydigitalday – Wie digital ist mein Alltag?

Mama on the Rocks hat, inspiriert von ihren Kindern, gemeinsam mit der Lernplattform Scoyo die sehr spannende Blogparade #mydigitalday gestartet. Weil ich mich privat, wie auch beruflich sehr viel im Netz bewege und mich darüber hinaus auch vielfältig mit dem Thema „Digitales und Kinder“ beschäftige, wollte ich meine eigene Media-Nutzung mal hinterfragen. Und auch meine Kinder fragen jetzt schon ab und an nach dem Tablet. Also habe ich mal geschaut, wie viel Digitales in meinem/unseren Alltag Einzug erhalten hat.mydigitalday-apps

Mein digitaler Alltag

Jeden Morgen klingelt um 5:30 Uhr der Handywecker und wird mit der Snooze-Funktion um – leider sehr kurze – neun Minuten vertröstet. Während ich mich fertig mache, die Kinder wecke, wir Frühstück essen und den Tag kurz planen, sind tatsächlich alle Geräte außer Reichweite. Nur das alte Radio, ein Erbstück der Großeltern dudelt. Um sieben Uhr geht’s auf zur Kita und dann zur Schule. Auf dem Weg zum Bahnhof beginnt der digitale Wahnsinn. Ich checke mit der BVG-App auf dem Smartphone, ob die S-Bahn pünktlich ist, oder ein paar Minuten später kommt. Dann würde ich sie nämlich noch erwischen. Ich fliege also sehr oft mit meinem Rad zur Bahn.
Da ich einen langen Arbeitsweg habe, nutze ich die Zeit, um Mails zu lesen, zu twittern oder schaue bei Facebook, Instagram, Pinterest und Xing ob es etwas Neues gibt. Zudem kaufe ich regelmäßig unsere Lebensmittel online und suche Freizeitveranstaltungen im Netz. Das Ganze aber nur bis die S-Bahn unterirdisch fährt. Dann ist mein Empfang so schlecht, dass ich gezwungen bin, das Smartphone wegzupacken und hole ein gutes Buch heraus. Dabei kann ich dann tatsächlich abschalten, bis ich am Schreibtisch sitze.

Im digitalen Tunnel

In der Redaktion befinde ich mich weiter im digitalen Dschungel. Ich sitze mindestens acht Stunden am Rechner, Tablet oder Smartphone. Sogar in den Meetings habe ich in der Regel ein Gerät mit, um die Mails im Blick zu haben. Zwischendurch teste ich Kinder-Apps, schreibe Beiträge für unsere Blogs, twittere auf dem Redaktions-Kanal und bin hier und da in Analysen vertieft. Recherche, Bildbearbeitung und geschäftliche Kontakte laufen ebenso komplett digital ab.

mydigitalday

Nach der Arbeit wird der Heimweg dann wieder fast ausschließlich zum analogen Lesen im Buch genutzt. Ich brauche die Zeit um „runterzufahren“. Mit dem Fahrrad geht es dann ab nach Hause, wo die Mädchen und mein Freund schon warten.

Während des Abendbrotes und in der Zeit, bis die Kinder schlafen, versuchen wir ganz bewusst, nicht ans Telefon zu gehen und auch Mails oder andere Nachrichten auszublenden. Das klappt leider nicht immer, aber wir wissen um die Bedeutung. Wenn unsere Damen dann schlafen, wird allerdings nochmal getippt und gewischt, bis die Fingerspitzen glühen. Ich suche Geschenke, plane Ausflüge, Urlaube, Elternabende und Kitaveranstaltungen. Ein Großteil meiner Kommunikation läuft digital ab. Dazu trägt sicher auch meine große Abneigung gegen das Telefonieren bei. Gestärkt wird dies durch What’s-App-Gruppen der Kita-Eltern, der Schul-Klasse und meiner Freundinnen (fast allesamt Mütter, die ebenso ungern telefonieren). Screenshots der Hausaufgaben, Schul-Infos, Doodle-Listen und leider auch Katzenbilder werden da hin- und hergeschoben.

Aber auch ich bin da sehr aktiv: Hier schnell ein Foto mit der Handy-Kamera, da fix einen tollen Song online gekauft. Ich lese viele Magazine und Nachrichten-Medien als App, nutze Mediatheken, um mir ab und an Filme oder Serien anzuschauen und finde leider keinen Weg ohne Google Maps. Mein Orientierungssinn ist so schlecht, dass ich mich ohne die App schon längst in den urbanen Gefilden Berlins verlaufen hätte.

Und wenn ich am Abend durch die Stadt jogge, bin ich auch verkabelt, wie man es sich kaum ausdenken kann. Pulsgurt, Laufuhr und Smartphone-App nehmen Laufstrecke, Herzfrequenz, Zeit und viele andere Daten auf, während mich Musik aus den Kopfhörern antreibt.

Digitaler Rätselspaß

Und auch wenn ich nicht die typische Gamerin bin, gibt einige wenige Spiele-Apps, die es mir tatsächlich angetan haben. Ich liebe „Botanicula“ und „Machinarium“ der tschechischen Entwickler Amanita Design und „Monument Valley“ von ustwo. Diese Apps sind so wunderbar kniffelig, dass ich mich tatsächlich schon freue, wenn meine Mädchen groß genug sind, dass ich diese mit ihnen gemeinsam entdecken kann.

Meine digitalen Töchter

Noch sind meine Mädchen begeisterte Nutzer der „Fiete“-Apps, sie lieben die Geschichte von „Knard„, trällern die Lieder in „Alles wird grün“ mit und ackern als Bauarbeiterin mit Kran und Bagger in „Meine Bauarbeiter“. Sie lieben es zu fotografieren, schicken den Cousinen sehr gern Emoticons und erste Nachrichten und kennen sich auch sonst erstaunlich und erschreckend gut aus.

Dass meine Kinder wahre „digital natives“ sind, merke ich auch immer dann, dass sie bei jeder Frage, die ich nicht beantworten kann, mich mit den Worten aufklären: „Na Mama, dann guck doch einfach ins Netz.“ Recht haben sie! Jetzt muss ich ihnen nur noch beibringen, dass sie auch alle Informationen die sie dort finden, kritisch hinterfragen müssen. Dann habe ich meinen Erziehungsauftrag erfüllt!

Insgesamt ist mein Leben also sehr digital. Viele Geräte erleichtern mir meinen Alltag oder ermöglichen mir gar meine Arbeit erst. Das finde ich sehr gut und ich habe auch viel Spaß daran. Allerdings schätze ich auch meine Offline-Zeit. Im Sommer waren wir zwei Wochen mit den Kindern in Schweden unterwegs. Das Handy war die ganze Zeit aus und ich muss sagen, es war wunderbar entspannt. Wenn ich beides im Gleichgewicht halte, fühle ich mich gut damit und hoffe, so auch für meine Töchter ein gutes Medien-Vorbild zu sein.

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Anja

Anja ist Mutter von zwei reizenden Mädchen (4 und 8 Jahre). Besonders durch ihre Töchter kann sie die Welt wieder mit Kinderaugen sehen. Die große Phantasie, die Lust am Spiel und Bewegung jeder Art beeindrucken sie an Kindern besonders. So macht es ihr viel Freude, über Themen rund um das Familienleben zu schreiben.
Neueste Kommentare
  1. MamaOTR
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