Den Duft bestimme ich! Parfum selber machen

image(35)Als alleinerziehende Mutter im Großstadtdschungel weiß Andrea, was es bedeutet, den Alltag mit viel Kreativität zu meistern. Es finden sich immer neue Wege und Ideen jenseits der ausgetrampelten Pfade. Und darüber schreibt Andrea am liebsten. Ihr Geheimrezept: Die extra Portion Gelassenheit. Wenn Mama stresst, dann streiken nämlich alle. Also erst mal die eigene Mitte finden – dann klappt’s mit Kind und Kegel!

Wie hat Karl Lagerfeld einmal so schön gesagt? „Ein Duft muss die besten Augenblicke des Lebens wieder wachrufen.“ Stimmt! Meine erste Liebe roch nach Cool Water von Davidoff, ein heißer Sommer auf einer griechischen Insel nach Sonnencreme, mein Lieblingskinderbuch nach meinem Elternhaus. Tatsächlich wecken Düfte unsere Erinnerungen stärker als alle anderen Sinneseindrücke. Wie schön, dass man mit einem selber gemachten Parfum den olfaktorischen Soundtrack des Lebens mitgestalten kann.

parfum-selber-machen

Parfum selber machen? Uffz – das hört sich kompliziert an, denkt Ihr? Ist es aber nicht. Schon mit wenig Aufwand kann man seinen eigenen neuen Lieblingsduft kreieren.Das Tolle an selber gemachtem Parfum ist, dass Ihr bestimmt, was reinkommt! Bei Allergien und Unverträglichkeiten wisst Ihr am besten, was Euch gut tut oder was gar nicht geht. Außerdem entsteht ein Parfum ganz nach Eurem Gusto. Ihr wolltet schon immer mal wie ein indischer Chai riechen? Dann her mit dem Kardamom und dem Nelkenöl! Und natürlich ist ein selber gemachtes Parfum ein sehr persönliches Geschenk; mit ihm kann man Duftnuance für Duftnuance seine Gefühle oder Wünsche für den Beschenkten zum Ausdruck bringen. Zedernholz wärmt und tröstet, Moschus wirkt erogen, Salbei fördert die Kreativität.

Was Ihr vorab wissen solltet

Es gibt unterschiedliche Methoden, um Parfum selber zu machen – mal mehr, mal weniger kompliziert. Doch unabhängig davon, für welche Methode Ihr Euch entscheidet, ein paar Fakten und Grundsätze solltet Ihr immer beachten. Bei aller Kreativität – beim Selbermachen von Parfum ist weniger manchmal mehr.

  • Jedes Parfum besteht aus Basis-, Herz- und Kopfnote, sie sollten in dieser Reihenfolge miteinander vermischt werden. Die Kopfnote dominiert kurz nach dem Auftragen. Danach kommt die Herznote zum Tragen, sie ist verantwortlich für den Duftcharakter eines Parfums. Die Basisnote ist zuletzt wahrnehmbar, dafür aber am längsten.
  • Klassische Basisnoten sind zum Beispiel Patschuli, Sandelholz, Ingwer, oder Vanille. Beliebte Herznoten sind Kardamom, Rose, Ylang-Ylang, Lavendel und Moschus. Zu den gängigsten Kopfnoten zählen Basilikum, Zitrone, Blutorange, Minze, Rosenholz, Zimt und Bergamotte.
  • Bevor Ihr mit etwas Übung zu olfaktorischen Experten werdet, solltet Ihr klein anfangen: Erst einmal nicht mehr als drei, maximal vier Duftnoten benutzen.
  • Notiert Euch immer, welche Ingredienzien Ihr in welchem Verhältnis eingesetzt habt. Falls Ihr zufällig das Superparfum erfindet, habt Ihr das Rezept sicher.
Das Basisrezept

Ein einfacher und effektiver Weg, Parfum selber zu machen, ist, unterschiedliche Duftöle miteinander zu vermischen. Die Öle gibt es in Drogerien oder Apotheken zu kaufen. Die Preise bewegen sich hier zwischen 2 und 20 Euro pro 10 ml-Flasche. Die verschiedenen Duftöle werden einem so genannten Trägeröl tröpfchenweise beigemischt und dann mit Alkohol aufgefüllt.

So, nun aber Schritt für Schritt. Ihr braucht:
  • 2 TL eines Trägeröles (z.B. Jojoba-, Mandel- oder Traubenkernöl)
  • 6 TL 50- bis 80-prozentigen Alkohol
  • 2 1/2 TL Tafelwasser
  • 30 Tropfen Duftöl
  • Kaffeefilter
  • Trichter
  • 2 saubere, verschließbare Glasgefäße
Die Mischung macht’s

Füllt das Trägeröl in eine Glasflasche und gebt nun nach und nach die ätherischen Öle in der Reihenfolge Basisnote, Herznote und Kopfnote hinzu. Denkbar ist etwa ein Mischungsverhältnis von 20/50/30. Man sollte nie mehr als zwei Blumenöle in die Mischung einbringen. Vanille geht dafür immer. Es ist der Allrounder jedes selber gemachten Parfums. Aber Vorsicht! Ist die Vanillenote zu dominant, wirkt das Parfum schnell „zu schwer“. Für ein frühlingshaft leichtes Parfum könntet Ihr beispielsweise Mandarine, Narzisse und Neroli benutzen.

Schnaps ist Schnaps!

Zum Schluss wird der Alkohol hinzugefügt. Er sorgt dafür, dass sich die Öle leichter vermischen und wirkt gleichzeitig als Konservierungsmittel. Hier geht ein hochprozentiger Wodka genauso wie 80-prozentiger Ethylalkohol. Den gibt es in Apotheken oder als Weingeist, Trinkalkohol oder Primasprit auch im Supermarkt. Meiden solltet Ihr vergällten Alkohol, er ist zur Herstellung von Parfum nicht geeignet.

Ein wenig Geduld…

Nun sollte Euer selber gemachtes Parfum wenigstens 48 Stunden, besser jedoch sechs Wochen reifen. Je länger es reift, desto intensiver duftet es. Zwischendurch  immer mal wieder schwenken und schließlich mit zwei Teelöffeln Tafelwasser aufgießen. Nun noch 60 Sekunden kräftig schütteln, damit sich alles gut miteinander vermischt, und das Parfum via Filter und Trichter in eine Glasflasche umfüllen. Die sollte sauber und dunkel sein, so lässt sich das selber gemachte Parfum am besten aufbewahren. Natürlich kann man auch besondere Flakons oder Sprühflaschen wählen, und die Parfumkreation mit einem Namen krönen.

parfumflakon

Parfum noch ursprünglicher selber machen

Übrigens: Wer sich nicht damit zufrieden geben möchte, fertige Duftöle zu kaufen, kann sie auch leicht selber herstellen. Dazu füllt Ihr ein Trägeröl in ein verschließbares Glasgefäß und gebt selbst gesammelte Blüten, Kräuter oder Gewürze hinzu. Die Pflanzenteile könnt Ihr vorsichtig mit einem Holzlöffel anstoßen, damit sie noch mehr von ihrem Duft abgeben. Diese Mischung lasst Ihr zwei Wochen an einem kühlen, dunklen Platz stehen, dann werden die festen Partikel abgeseiht. Der Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, bis das Öl die gewünschte Duftintensität erreicht hat.

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