Programmieren für Kinder verständlich gemacht – Mit Apps, Büchern und Spielen

Programmieren für Kinder

Alexa, wann gibt es Abendessen?“ Ja, wann eigentlich? Und woher weiß ein Smart Speaker das überhaupt? Ob wir es gut finden oder nicht: Unsere Kinder wachsen heute in einer digitalen Welt auf. Umso wichtiger ist es, dass die Kleinen ein Verständnis dafür entwickeln, was Digitalisierung eigentlich ist. Auf diese Weise lernen sie, digitalen Medien nicht nur zu konsumieren, sondern auch zu verstehen, wie die Algorithmen funktionieren und wieso Alexa letztlich so schlau ist, ohne je die Schule besucht zu haben. Programmieren für Kinder – kann man das fördern? Man kann! Wir zeigen euch, wie!

Mit digitalen Eingeborenen auf zu neuen Ufern

Fangen wir mit der guten Nachricht an: Unsere Kinder sind Digital Natives (dtsch.: „Digitale Eingeborene“). Das bedeutet, sie gehören der Generation an, die von klein auf mit der neuen Technik des digitalen Zeitalters aufgewachsen und für die Computerspiele, Internet und Smartphones zum alltäglichen Leben gehören. Diese Sozialisierung birgt einen klaren Vorteil gegenüber der unsereins (oder der unserer Eltern, die sich immer noch jede E-Mail ausdrucken und abheften). Daher ist das Thema Programmieren für Kinder vermutlich einfacher, als es für uns ist. Noch eine gute Nachricht: Auch Eltern können spielend Programmieren lernen. Lasst uns also gemeinsam aufbrechen zu neuen Ufern!

Programmieren für Kinder: Grundverständnis, Voraussetzungen & Lerneffekt

Schafft zunächst ein Grundverständnis. Stellt Euch zum Beispiel mit Eurem Kind ins Wohnzimmer und lasst Euch nur durch vorher vereinbarte Befehle durch den Raum dirigieren: rechts, links, vor, zurück und stopp! Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr schnell gegen eine Couch, einen Stuhl oder die Wand lauft, ist ziemlich hoch. Und Eurem Kind wird schnell klar, dass jeder Befehl eine Auswirkung hat und wenn es ein bestimmtes Ergebnis erreichen möchte, auch ganz klare Anweisungen geben muss. Dafür muss es sich Gedanken machen: Wie viele Schritte geradeaus sind nötig, um zum Esstisch zu gelangen? Und so weiter…

Altersgerechte Lernspiele

Dieses Spiel lässt sich schon mit Dreijährigen gut umsetzten. Älteren Kindern dient es vor allem zur Veranschaulichung und der Aha-Effekt ist umso größer. Grundsätzlich gibt es keine genauen Altersempfehlungen oder bestimmte Voraussetzungen – schon gar nicht, wenn Kinder sich dem Thema spielerisch annähern. So gibt es z. B. bereits für Dreijährige kleine Roboterspiele mit denen sich Richtungsangaben kinderleicht programmieren lassen. Und natürlich lässt sich das Spiel auch mit mehreren Kindern gemeinsam spielen, die sich gegenseitig durch den Raum lotsen. Für das Programmieren am Computer ist es hingegen wichtig, dass Kinder lesen und schreiben können sowie die Tastatur und Grundrechenarten beherrschen. In der Regel sollte das in der dritten Klasse oder mit etwa 8 oder 9 Jahren der Fall sein.

Programmieren trainiert das logische Denken und die Problemlösungsfähigkeiten. Zudem schult es die Konzentrationsfähigkeit.

Programmieren für Kinder – Welche Hilfestellungen lassen sich verwenden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Programmieren für Kinder noch interessanter zu gestalten, nachdem der Grundstein gelegt wurde. Ob Apps, Bücher, Spiele oder Spielzeug; Kindern steht die Auswahl frei, wie sie das Programmieren lernen wollen und welche Medien – ob digital oder analog –sie dafür nutzen. Und wir stellen Euch hier unsere Lieblinge vor:

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Programmier-Games

Wer auf digitale Programmierspiele setzt, kommt an Apps nicht vorbei. Die kostenlosen bis kostenpflichtigen Smartphone-Anwendungen vermitteln spielend leicht die Basics und verdeutlichen, wie bestimmte Vorgänge programmiert werden müssen, um zu funktionieren. So wird schnell klar, warum bestimmte Zeichen verwendet werden und wofür sie wichtig sind. Apps lassen sich auch mit klassischem Spielzeug und Büchern verbinden. So kann Spielzeug mittels einer App zum Leben erweckt und gesteuert werden – ganz ohne Zauberei.

Programmierspielzeug

Schon die Kleinsten profitieren von digitalem Lernspielzeug. Kleine Roboter lassen sich spielerisch programmieren, indem z.B. einzelne Elemente unterschiedlich angeordnet oder Richtungsmarker betätigt werden müssen, um die Bewegung zu beeinflussen. Schnell lernen Kinder, wie sie die Elemente zusammenstecken oder Richtungen angeben müssen, um den Roboter an das gewünschte Ziel zu führen. Spielerisch werden so räumliches Vorstellungsvermögen und andere kognitive Fähigkeiten trainiert.

Auch die Großen haben ihren Spaß an Robotern, die wesentlich komplexerer Konstruktionen und Befehlen bedürfen, wie LEGO Mindstorms, LEGO Boost und Anki COZMO.

Programmierbücher für Kinder

Das Buch mag als Lehrmedium womöglich ein wenig altbacken klingen, trotzdem erfüllt es auch knapp 600 Jahre nach Erfindung des modernen Buchdrucks noch seinen Zweck. Die neue Generation der Bücher vermitteln unterhaltsam und spielerisch Ansätze zum Thema Programmieren für Kinder. Figuren aus einem Buch können mittels App zum Leben erweckt werden oder es werden Schritt-für-Schritt-Anleitungen vorgestellt, mit denen Kinder sich eigene Computerspiele entwickeln lassen. Auch die Programmiersprache ist als eher theoretischer Teil des Programmierens Kapitel verschiedener Büchern.

Programmiersprachen

Komplexe Systeme bedürfen einer Sprache, um zu kommunizieren – so auch digitale Medien.  Eine Art „leicht-verständliche“ visuelle Programmiersprache (genauer genommen handelt es sich um eine Programmieroberfläche) ist Scratch. Mit ihr lassen sich Grafiken, Animationen und Musik in einem Programm verbinden. So können Kinder Spiele und Welten entwickeln und bekommen spielend Prozesse und Datentypen vermittelt. Scratch bietet sogenannte Blöcke an, die sich wie Puzzleteile oder Spielsteine zusammenstecken lassen. Aus den miteinander verbundenen Blöcken entsteht ein Skript, das sich speichern und beliebig weiterbauen lässt. Programmiersprachen wie Pyshon und Ruby sind hingegen wesentlich komplexer und richten sich eher an ältere Kinder oder erwachsene Programmier-Einsteiger.

Und wenn Euer Kind Alexa beim nächsten mal fragt, wann es Abendessen gibt, dann kennt es die Antwort vermutlich schon.. Viel Spaß beim Programmieren lernen!

kinderleicht programmieren lernen
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Dennis

In seiner Kindheit lebte Dennis mehr in seiner Fantasie als in der Realität – eigentlich ist das auch heute noch der Fall. Früh plante er Trickfilmzeichner zu werden, tauschte die Buntstifte allerdings Ende der Neunziger gegen eine krümelschluckende Computertastatur ein und wurde Autor-Schrägstrich-Texter-Schrägstrich-Journalist. Hin und wieder heult Dennis den Vollmond an, spricht mit Pflanzen und versucht das Kind in sich mit Ben&Jerry's-Eiscreme zu besänftigen – klappt ganz gut.

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