Smartphone in Kinderhänden: Tipps von Medienexperte Thomas Feibel

Die Handy- und Smartphone-Nutzung bei Kindern ist ein umstrittenes Thema. Fest steht, dass sich dieser Trend nicht mehr aufhalten lässt. Selbst wenn wir es uns anders wünschen: Unsere Kinder sind oder werden sogenannte „Digital Natives“. Sie wachsen in einer digitalisierten Welt auf, in der ein Smartphone und viele andere Geräte zum Alltag gehören. Kinder-Apps ipad

Noch sind meine eigenen Kinder recht jung, aber ab einem gewissen Alter, werden auch sie Smartphone, Tablet & Co. entdecken, damit spielen, lernen und das Internet entdecken. Ich kann es mir zwar noch nicht vorstellen, aber auch meine Töchter werden sich bestimmt irgendwann ein eigenes Gerät wünschen. Und anstatt diese Entwicklung zu verteufeln, finde ich die Alternative Aufklärung sinnvoll. Wir könnten unseren Kindern einen bewussten Umgang vorleben und über die Möglichkeiten und Gefahren informieren. Aber wie genau macht man dies?

Thomas-FeibelEiner, der mit diesem Thema bestens vertraut ist, ist Medienexperte und Journalist Thomas Feibel. Er ist einer der führenden Journalisten zum Thema „Kinder und Computer“, leitet das „Büro für Kindermedien“ in Berlin und arbeitet redaktionell für verschiedene Printmedien sowie Hörfunk- und Fernsehformate. Darüber hinaus hält er viele Vorträge, gibt Workshops und hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht.

Ich habe mit Herrn Feibel gesprochen und ein paar interessante Anregungen bekommen.

Kinder erleben heute in ihrem Umfeld, wie vielfältig und oft uneingeschränkt Smartphones und Tablets genutzt werden können. Die Möglichkeiten sind unglaublich vielfältig. Worin besteht für Sie das Positive, wenn Kinder Smartphones oder Tablets nutzen?

T. Feibel: „Smartphones sind die neuen Handys. Da gibt es keinen Weg zurück. Schüler gelangen immer früher an diese Geräte, meistens erhalten sie das alte Smartphone der Eltern. Vorteile sehe ich jedoch durchaus: Das Internet ist nicht nur Konsum- sondern auch ein Gestaltungsmedium. Insofern steht mit den passenden Apps der Kreativität nichts im Wege: Es werden u.a. Fotos geschossen, Filme gedreht, Musik komponiert, E-Books geschrieben und vieles mehr.“

Während Erwachsene ihr Handeln recht gut abschätzen und verantworten können, so ist dies bei Kindern noch nicht so. Wie kann man Kinder verantwortungsbewusst an dieses Thema heranführen? Können Sie unseren Leserinnen ein paar praktische Tipps geben, wie Kinder mobile Endgeräte sicher nutzen können?Smartphones aber richtig (2)

T. Feibel: „Um Hilfestellung zu geben, habe ich Medienführerscheine wie z.B. „Smartphones aber richtig“  geschrieben. Denn der richtige Umgang funktioniert nur mit Wissen und festen Regeln – zum Beispiel darüber, wie Kinder verantwortungsbewusst mit ihren Fotos umgehen können und keine unsinnigen Bilder von anderen machen. Beim Lernen, aber auch abends sollten die Geräte raus aus dem Kinderzimmer, damit die Kinder zur Ruhe kommen. Und natürlich sollten Kinder sensibilisiert werden, keine Passwörter und Codes gutgläubig an Freunde und Fremde herauszugeben. Kaufen von kostenpflichtigen und kostenlosen Apps sollte nur mit den Eltern stattfinden. Im Gegensatz zum Computer sind zeitliche Begrenzungen aber schwierig.“

Softwarepreis-TommiSie sind Vorsitzender der Jury des Tommi, dem Deutschen Kindersoftwarepreis. Seit 2012 gibt es beim Tommi eine eigene Kategorie für Apps für Kinder. Worauf sollten Eltern achten, wenn Sie nach Apps für Ihren Nachwuchs suchen?

T. Feibel: „Zum einen sollten die Apps dem Alter des Kindes entsprechen und sie nicht überfordern. Apps mit versteckten In-App-Käufen gilt es immer zu vermeiden. Pushmeldungen von Apps müssen generell unterbunden werden, weil sie zu jeder Uhrzeit Druck machen.“

Haben Sie eine persönliche Kinder-Lieblings-App, die Sie uns empfehlen würden?

T. Feibel: „Meine Lieblingsapps sind Book Creator, Life of George und Carcasonne.“

Ich bedanke mich für das Interview bei Thomas Feibel. Falls Ihr die bereits genannten oder weitere sichere Kinder-Apps sucht, werdet Ihr auf unserem Empfehlungsportal „Apps für Kinder“ fündig und erhaltet dort auch ausführliche Bewertungen der einzelnen Apps von unserer Redaktion.

„Medienführerscheine“ von Thomas Feibel:

1. Smartphones aber richtig!

2. Computer aber richtig!

3. Internet aber richtig!

4. Facebook aber richtig!

 

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Anja

Anja ist Mutter von zwei reizenden Mädchen (4 und 8 Jahre). Besonders durch ihre Töchter kann sie die Welt wieder mit Kinderaugen sehen. Die große Phantasie, die Lust am Spiel und Bewegung jeder Art beeindrucken sie an Kindern besonders. So macht es ihr viel Freude, über Themen rund um das Familienleben zu schreiben.

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