Wer hat an der Uhr gedreht? Uhr-Lernen leicht gemacht

Headerbild "Uhr lernen"

Zeit ist eine seltsame Sache. Sie ist nicht greifbar, hat keine Gestalt und sie riecht und schmeckt auch nicht. Für Kinder also denkbar uninteressant. Trotzdem bekommen die Kleinen von den Erwachsenen immer wieder gesagt, wie schnell sie vergeht und wie sehr man die Kindheit genießen soll. Schon komisch, dass die Zeit irgendwann eine so große Rolle in unser aller Leben spielt – und noch komischer, dass für jeden von uns mal die Zeit reif war, für dieses Thema: „Uhr-Lernen„. Wir verraten euch in diesem Beitrag, wie Ihr aus einer physikalischen Größe eine spannende Geschichte macht.

Wieso eigentlich die Uhr lernen?

Kinder können sich abstrakte Dinge nur schwer vorstellen. Zeit ist so eine abstrakte Sache. Uhren sind heute Begleiter in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Alltags, auf die keiner verzichten kann; sie finden sich in vielen Haushaltsgeräten – vom DVD-Player, über Funkwecker bis zum Telefon. Für die Kleinen spielt die Uhrzeit dann eine Rolle, wenn es Zeit wird, aufzustehen oder schlafenzugehen, wenn das Mittagessen fertig ist oder der Kindergarten vorbei. Uhren helfen Kindern wie Erwachsenen, die unsichtbare Zeit zu verstehen.

Uhr-Lernen: Diese Grundbegriffe sind von Bedeutung

Vorweg: Wer mit Kindern die Uhr lernen möchte, der braucht Geduld. Bevor es ans Eingemachte geht, müssen die Kleinen alt genug sein, ein paar Grundbegriffe und Sachverhalten zu verstehen. Dazu zählen:

  • die Zahlen bis 24
  • das Wissen, dass Tag aus vielen (genauer gesagt 24) Teilen besteht.
  • das Wissen, dass eine Stunde aus 60 noch kleineren Teilen, den Minuten, besteht
  • das Wissen, dass eine Minute aus 60 noch kleineren Teilen, den Sekunden, besteht.

Außerdem sollten die Kinder schon die Grundlagen der Mathematik beherrschen. Nicht den Satz des Pythagoras, sondern einfach Vorwärts- und Rückwärtszählen, Addition und Subtraktion. Auf diese Weise ausgestattet, kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen – oder doch?!

Königin der Zeit: die analoge Uhr

Analoge Uhren, also solche mit Ziffernblatt und Zeiger, sind die Königinnen der Zeit. Wir alle haben mit der analogen Uhr angefangen, die Zeit zu verstehen. Ziffernblatt und Zeiger verdeutlichen den Zusammenhang zwischen Tages- und Zeitzyklus besonders schön: So wie der Tag voranschreitet, schreitet auch die Uhrzeit/die Zeiger im Kreis voran. Sogar wenn wir schlafen, bleibt die Zeit nicht stehen. Wichtig zu verstehen:

  • Die Zahlen, die rund herum am Rand des Ziffernblattes angeordnet sind, stehen für die Stunde und Minuten
  • Jede Uhrzeit gibt es zweimal: Tageszeit und Nachtzeit. Ein ganzer Tag ist erst vorbei, wenn der Stundenzeiger zweimal im Kreis gelaufen ist
  • Um die Tages-Uhrzeit und die Nacht-Uhrzeit besser unterscheiden zu können, zählen wir in Deutschland von 13 bis 24 weiter, nachdem der Stundenzeiger eine ganze Runde von 1 bis 12 geschafft hat.

Die Uhr hat verschiedene Teile, die uns dabei helfen, die Zeit abzulesen. Es gibt zum Beispiel:

  • den kurzen, langsamen Zeiger, der immer die Stunde angibt
  • den langen, schnelleren Zeiger, der die Minuten angibt.

Manchmal gibt es auch einen noch schnelleren, dritten Zeiger, der die Sekunden misst. Aber den lassen wir erst einmal außer Acht.

Uhr lernen Kindrezimmer

Denkt euch eine Geschichte aus

Kinder können Sachverhalte besser verstehen, wenn sie ihnen mittels Eselsbrücke in Form einer Geschichte näher gebracht werden. Das funktioniert auch, wenn es um das Thema „Uhr lernen“ geht. Macht aus den starren Uhrzeigern, doch einfach zwei fröhliche Charaktere und aus dem Lauf der Zeit ein Wettrennen zwischen beiden.

Unser Tipp: Uhr lernen mit der Lernuhr

Besonders anschaulich wird das Thema mit sogenannten Lernuhren. Diese haben gegenüber ihren alltäglichen Pendants den Vorteil, dass man nicht von der tatsächlichen Zeit abhängig ist, sondern diese exemplarisch selbst einstellen kann. Natürlich gibt es solche Lernuhren zu kaufen, schöner wird es allerdings mit einer individuell selbstgebastelte Lernuhren. Alles was ihr dafür braucht, findet ihr hier.

Lernuhr basteln

Das kleine Fräulein Hora

Fangt eure Geschichte am besten mit dem Stundenzeiger an: „Es war einmal das kleine Fräulein Hora, das es liebte, spazieren zu gehen. Am liebsten spazierte Fräulein Hora im Kreis, und das Tag und Nacht. Es lief und lief und lief, ganz gemütlich vor sich hin …“ Lasst eure Kinder den Stundenzeiger der Lernuhr selbstständig bewegen.

  • Das kleine Fräulein Hora misst die Stunden, indem sie auf die Markierungen zeigt.
  • Wenn Fräulein Hora zwei Runden spaziert ist, ist ein neuer Tag. Ein Tag hat also zweimal 12 (= 24) Stunden.
Ergebnis Lernuhr basteln

Der lange Herr Minuta  

Nachdem die Kleinen das Prinzip des Stundenzeigers verstanden haben, geht es an die Minuten. Auch dem Minutenzeiger haben wir einen Namen gegeben: „Der lange Herr Minunta liebt es zu joggen. Das macht ihm Spaß, ohne dass er aus der Puste kommt. Herr Minuta läuft ebenfalls am liebsten Runden – das heißt, immer im Kreis. Weil Herr Minuta schneller ist als Fräulein Hora trifft er sie immer wieder auf seinem Weg …“

  • Auf dem Ziffernblatt sind die Minutenzahlen kleiner als die Stundenzahlen, werden bei manchen Uhren nur in Fünferschritten oder sogar gar nicht angezeigt
  • Wenn Herr Minuta auf die 15 zeigt, sind das 15 Minuten einer Stunde. Zeigt Fräullein Hora dabei auf die sechs, dann ist es sechs Uhr fünfzehn.

Unser Tipp: Dreiviertel  

Erspart euren Kleinen zunächst Begriffe wie Viertel nach eins oder viertel nach zwei. Es ist wichtiger, sie können zunächst die Stunden und ihre Minuten bestimmen und richtig angeben, als dass sie zusätzlich sicher mit Teilmengen umgehen können. Außerdem sind sich viele Erwachsene in Deutschland selbst nicht einig, wie die Viertelstunden anzugeben sind.

Die Uhr lernen – und dann?

Die Digitaluhr

Ihr habt es geschafft, und die Kleinen können die Uhrzeit von einer analogen Uhr ablesen? High-five! Das Ablesen von digitalen Uhren ist dann ein Kinderspiel. Hier geht es lediglich um das Verständnis davon, dass sich vor dem Doppelpunkt die Stunden und nach dem Doppelpunkt die Minuten abspielen.

Die eigene Armbanduhr: Jetzt bin ich groß

Die erste eigene Armbanduhr ist für Kinder etwas ganz Besonderes, denn sie ist im Grunde ein kleiner Pokal zum Mitnehmen, der repräsentiert: Jetzt bin ich groß. Die Kleinen haben nicht nur die Zahlen und Zeigerfunktionen auf dem Kasten, sondern können beide auch kombinieren und anwenden, um die Uhrzeit zu bestimmen. Kaum etwas macht Kinder stolzer, als die erste eigene Armbanduhr. Und kaum etwas lässt Mamas und Papas heller strahlen, als endlich sagen zu können: „Schau selbst, was die Uhr sagt: Schlafenszeit!“

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Dennis

In seiner Kindheit lebte Dennis mehr in seiner Fantasie als in der Realität – eigentlich ist das auch heute noch der Fall. Früh plante er Trickfilmzeichner zu werden, tauschte die Buntstifte allerdings Ende der Neunziger gegen eine krümelschluckende Computertastatur ein und wurde Autor-Schrägstrich-Texter-Schrägstrich-Journalist. Hin und wieder heult Dennis den Vollmond an, spricht mit Pflanzen und versucht das Kind in sich mit Ben&Jerry's-Eiscreme zu besänftigen – klappt ganz gut.

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