Steinchen, die verbinden – Wieso LEGO seit Generationen Spaß macht

LEGO - Steinchen, die verbinden

Eckig, bunt und kombinierbar: Seit über achtzig Jahren bespaßt das Unternehmen LEGO Groß und Klein mit seinen Kunststoffsteinchen und -figuren. Was mit einer Hand voll einfacher Steckbausteine begann, ist heute ein Spielzeugkosmos, der unüberschaubar viele Welten, aber auch Generationen von Kindern und solchen, die einmal Kinder waren, miteinander verbindet.

LEGO Facts

Laut Recherchen des National Geographic spielen Kinder auf der ganzen Welt zusammengenommen ca. 5 Milliarden Stunden im Jahr mit LEGO. Das waren sicher nicht immer so viele (schließlich hatten die Menschen in den letzten Jahrzehnten auch genug andere Sorgen), trotzdem haben bereits unsere Eltern mit den bunten Steinen gebaut und gespielt. Aber wie kommt es, dass das baukastenartige Spielzeug seit Dekaden nichts von seinem Charme verloren hat? Wir haben LEGO auf Herz und Nieren geprüft.

Die Geschichte von LEGO: Tradition mit Herz

Im Alter von 41 Jahren wurde der dänische Tischlermeister Ole Kirk Christiansen durch den Tod seiner Frau zum alleinerziehenden Vater von vier Kindern. 1932 machte er aus der Not eine Tugend, und begann mit der Produktion des ersten LEGO-Spielzeugs – damals noch aus Holzresten. Binnen kürzester Zeit, wurde die Nachfrage so groß, dass er alles andere an den Nagel hängte und sich nur noch seiner Marke LEGO (übrigens eine Abkürzung des dänischen „LEg GOdt“, also „spiel gut“) widmete. 1949 gingen die ersten Stein-, Würfel- und Kacheln aus gegossenem Kunststoff in Produktion.

Für jede Altersgruppe das passende Spielzeug  

Statt sich auf eine bestimmte Zielgruppe zu beschränken, beflügelt LEGO die Fantasie aller Altersgruppen. Die klassischen LEGO-Steine und -sets richten sich an Kinder zwischen fünf und neun Jahren. Für kleinere Kinder (ca. anderthalb bis fünf Jahre) brachte LEGO bereits in den 1960ern das System LEGO Duplo mit Steinen in doppelter Größe auf den Markt. Mit den groben Baukästen machte LEGO seine Spielwelten auch den Knirpsen zugänglich, die sonst aufgrund der erhöhten Verschluckungsgefahr einen Bogen um Kleinteile machen sollten. Teens und Erwachsene haben Freude an LEGO Technic – vor allem Papa, wenn er an Heiligabend wartet, bis die Kids schlafen, um dann selbst die Eisenbahn zu steuern.

LEGO Duplo Kreativ-Steinebox
LEGO Classic Kreativ-Steinebox

Fantasiewelten, ohne Ethnie und Religion

Ein Erfolg ohne Gleichen war und ist noch immer die klassische LEGO-Figur: eine stilisierte Frohnatur, die durch ihre sonnengelbe Farbe weder einer ethnischen Zugehörigkeit noch einer bestimmten Religion bedarf. Auf diese Weise können sich Menschen auf der ganzen Welt mit den Charakteren von LEGO identifizieren. Und die gelben Figuren sind wandelbar: Jedes Jahr werden mehr als eine Milliarde Figuren in den Fabriken gestaltet. Von der Hexe, über den Ritter, bis hin zum gewieften Einbrecher sind alle für Kinder leicht identifizierbaren Stereotypen im LEGO-Kosmos zu finden.

LEGO fördert Motorik und Vorstellungsvermögen

Die Baukästen von LEGO gründen auf zwei wichtigen pädagogischen Aspekten: dem Rollenspielen und dem Konstruieren. Die LEGO-Welten bieten Kindern damit also zum einen jede Menge Inspirationen, um selbst kreativ zu werden, ohne dass ihnen ganze Geschichten vorgeschrieben werden. Gleichzeitig üben sich die Kleinen im strukturierten Denken: Wie können welche Teile zusammengesteckt werden? Das LEGO-Prinzip der Flexibilität und Kombinierbarkeit der Steine macht’s möglich. Teile aller Sets und Serien lassen sich untereinander kombinieren – selbst das System DUMPLO passt auf die klassischen LEGO-Steckplatten. Jeder LEGO-Stein, der seit 1958 gefertigt wurde, lässt sich mit allen anderen Steinen verbinden.

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Spuckfeste Beständigkeit und Qualität

Anders als viele Marktkonkurrenten produziert LEGO nach wie vor größtenteils in der Stadt Billund in Dänemark. Mit billigen Chinaproduktionen hat das so wenig zu tun wie die Sonne mit dem Mond. Lackiert wird der Kunststoff in der tschechischen Stadt Kladno. LEGO verwendet nur Farben, die sowohl ungiftig als auch schwer ablösbar sind. Jede Charge bewährt sich seit Jahrzehnten im sogenannten Speicheltest, für den die Bausteine und Kleinteilchen in eine Flüssigkeit getaucht werden, die in ihrer Zusammensetzung der Kinderspucke ähnelt. Seit 1963 werden LEGO-Steine aus dem unbedenklichen Hartplastik Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat hergestellt. Dieser beständige Rohstoff ist der Grund, wieso Kinder auch heute noch problemlos mit LEGO-Steinen aus Papas Kindheit spielen können.

LEGO Facts

Immer am Puls der Zeit

Die klassischen LEGO-Steine haben sich seit 1958 nicht verändert. Das heißt aber nicht, dass LEGO nicht mit der Zeit geht. Alle paar Jahre werden die LEGO-Welten aktualisiert und das Design der Sets an die Moderne angepasst. Auf diese Weise geraten die bespielbaren Welten nie aus der Mode. Zu Beginn des neuen Jahrtausends begann LEGO mit dem Vertrieb von Lizenz-Themenwelten, die beliebte Kinofilme charmant im Miniaturformat ins Kinderzimmer verlängerten – zum Beispiel die  erfolgreiche Lizenzen LEGO Star Wars, Der Herr der Ringe und Harry Potter.

Mit Bausteinen digitale Welten erschaffen

Mit dem Auftakt der Digitalisierung entwickelte LEGO die Serie LEGO Mindstorms und damit die ersten programmierbaren LEGO-Stein, die sich mittels Elektromotoren und Sensoren zu steuerbaren Robotern zusammenbauen ließen. Das jüngste Unterhaltungsmedien des Herstellers ist das Massen-Online-Spiel LEGO Universe. Bei alledem liegt dem LEGO noch immer die Sicherheit der Kinder am Herzen. Wie das haptische Spielzeug seit Jahrzehnten auf scharfe Kanten und Ungiftigkeit der Rohstoffe geprüft wird, werden die Internetinhalte von Administratoren umfassend überwacht.

Steinchen, die verbinden

Die Welt hat sich in den letzten achtzig Jahren ganz schön verändert. Trotzdem ist und bleibt LEGO ein Dauerbrenner in den Kinderzimmern. Dazu tragen sowohl die spielerische Philosophie als auch die jahrelange Weiterentwicklung und die liebevolle Hingabe, mit der LEGO sein Bausystem-Spielzeug vorantreibt, bei. Ob virtuell oder haptisch, LEGO baut seine Welten weiter und weiter. Eigentlich logisch: Schließlich ist so ein Universum ja unendlich – und die Kombinierbarkeit der LEGO-Steinchen eben auch.

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Dennis

In seiner Kindheit lebte Dennis mehr in seiner Fantasie als in der Realität – eigentlich ist das auch heute noch der Fall. Früh plante er Trickfilmzeichner zu werden, tauschte die Buntstifte allerdings Ende der Neunziger gegen eine krümelschluckende Computertastatur ein und wurde Autor-Schrägstrich-Texter-Schrägstrich-Journalist. Hin und wieder heult Dennis den Vollmond an, spricht mit Pflanzen und versucht das Kind in sich mit Ben&Jerry's-Eiscreme zu besänftigen – klappt ganz gut.

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